Wie aus Licht ein Datensatz wird
Jedes Objekt in diesem Archiv ist gemessenes Licht — keine Rekonstruktion, kein Modell. Was dabei entsteht, und was es nicht ist.
Aufnahme
Ein Objekt wird umkreist, aus der Luft und vom Boden, bei möglichst gleichbleibendem Licht. Bewölkter Himmel ist besser als Sonne: harte Schatten brennen sich in die Aufnahme ein und lassen sich später nicht mehr trennen.
Rechnung
Aus den Aufnahmen wird zunächst die Position jeder Kamera bestimmt. Darauf wird eine Wolke aus Gaußverteilungen optimiert, bis ihre Projektion den Aufnahmen entspricht. Jeder dieser Punkte trägt Ort, Ausdehnung, Drehung, Deckkraft und eine richtungsabhängige Farbe.
Was das heißt
Ein Gaussian Splat ist kein Netz aus Dreiecken. Es gibt keine Oberfläche, die man anfassen, kein Volumen, das man ausmessen könnte. Was es gibt, ist eine sehr genaue Aufzeichnung davon, wie ein Ort an einem bestimmten Tag ausgesehen hat — einschließlich der Spiegelungen, des Dunstes und des Laubs.
Grenzen
Was nicht fotografiert wurde, existiert nicht. Innenräume fehlen, wenn sie nicht begehbar waren. Glas und Wasser werden zu Artefakten. Und ein Splat altert nicht mit dem Ort: Er zeigt das Aufnahmedatum, das im Datenblatt jedes Objekts steht — bei manchen Objekten, etwa einer aktiven Anlage, kann sich der reale Zustand schon Wochen später messbar unterscheiden.
Veröffentlichung
Die fertigen Szenen liegen auf superspl.at und werden von dort in diese Seite eingebettet. Der Viewer lädt erst, wenn er angefordert wird — ein Splat umfasst schnell über hundert Megabyte.